Älter werden gehört zum Leben dazu. Doch wie wir altern, darauf haben wir zum Teil selbst Einfluss. Manche Menschen bleiben lange fit und voller Energie, während andere schneller körperlich abbauen. Deshalb betrachten Forschende nicht nur das Alter in Jahren, sondern auch das sogenannte biologische Alter.
Das biologische Alter sagt etwas über den Zustand des Körpers und der Zellen aus. Es kann sich vom tatsächlichen Lebensalter unterscheiden. Lebensstilfaktoren wie Ernährung und Bewegung können darauf Einfluss haben.
Eine aktuelle Studie hat untersucht, ob Vitamin D, Omega‑3‑Fettsäuren und körperliche Bewegung den Alterungsprozess beeinflussen können.
Was ist das biologische Alter?
Die meisten Menschen kennen ihr Lebensalter: die Anzahl der Jahre seit der Geburt. Das biologische Alter beschreibt etwas anderes. Es zeigt, wie „alt“ der Körper auf Zellebene wirklich ist. Forschende können dies abschätzen, indem sie bestimmte Veränderungen in der DNA messen. Diese Veränderungen stehen mit dem Alterungsprozess in Zusammenhang.
Ist das biologische Alter niedriger als das tatsächliche Lebensalter, kann das ein Hinweis darauf sein, dass der Körper relativ gesund altert.
Was sagt die Forschung über Lebensstil und Alterung?
Die Studie war Teil der internationalen DO‑HEALTH‑Studie. Insgesamt nahmen 777 ältere Menschen mit einem Durchschnittsalter von 75 Jahren teil. Die Untersuchung dauerte drei Jahre.
Die Forschenden untersuchten drei Lebensstilfaktoren:
Zu Beginn und am Ende der Studie wurde das biologische Alter der Teilnehmenden gemessen.
Was zeigen die Ergebnisse?
Die Teilnehmenden, die Omega‑3‑Fettsäuren einnahmen, hatten nach drei Jahren ein etwas niedrigeres biologisches Alter.
Im Durchschnitt entsprach das etwa drei Monaten weniger biologischer Alterung in diesem Zeitraum.
Vitamin D und Bewegung zeigten für sich allein keinen klaren Effekt auf das biologische Alter. Sie verstärkten jedoch den Effekt der Omega‑3‑Fettsäuren.
Was bedeutet das für gesundes Altern?
Die Ergebnisse zeigen, dass der Lebensstil möglicherweise Einfluss auf die Geschwindigkeit des Alterungsprozesses hat.
Omega‑3‑Fettsäuren scheinen dabei eine Rolle zu spielen. Vitamin D und Bewegung verstärkten den Effekt der Omega‑3‑Fettsäuren, wenn sie kombiniert wurden.
Die Forschenden betonen, dass weitere Studien notwendig sind, um zu verstehen, was diese Ergebnisse langfristig für gesundes Altern bedeuten.
Quelle
Bischoff-Ferrari HA et a. Individual and additive effects of vitamin D, omega-3 and exercise on DNA methylation clocks of biological aging in older adults from the DO-HEALTH trial. Nat Aging. 2025;5:376-85.