Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehören zu den größten Gesundheitsherausforderungen unserer Zeit. Immer mehr Menschen leben mit einer Herz- oder Gefäßerkrankung. Fachleute gehen davon aus, dass diese Zahl in den kommenden Jahren weiter steigen wird. Ein wichtiger Grund dafür ist, dass wir immer älter werden. Außerdem nehmen Übergewicht und ein bewegungsarmer Lebensstil zu.
Deshalb wächst das Interesse daran, was Sie selbst tun können, um Ihr Herz und Ihre Blutgefäße möglichst gesund zu halten. Dabei spielt die Ernährung eine wichtige Rolle.
Viele Menschen kennen Kakao vor allem als Zutat, die Schokolade ihren intensiven Geschmack verleiht. Doch Kakao enthält auch besondere natürliche Stoffe, die für die Gesundheit interessant sein können. Zu den wichtigsten gehören die sogenannten Kakaoflavanole.
Wissenschaftliche Studien zeigen, dass diese Stoffe eine positive Wirkung auf Blutgefäße und Blutkreislauf haben können. Sie können zum Beispiel dazu beitragen, die Elastizität der Blutgefäße zu unterstützen und damit eine gesunde Durchblutung zu fördern.
Gerade deshalb bekommt Kakao – und vor allem die darin enthaltenen Flavanole – in der Forschung zur Herz- und Gefäßgesundheit immer mehr Aufmerksamkeit.
Was sind Kakaoflavanole?
Kakaoflavanole sind pflanzliche Stoffe, die natürlicherweise in Kakaobohnen vorkommen. Sie gehören zur Gruppe der Polyphenole. Das sind bioaktive Substanzen, die auch in anderen pflanzlichen Lebensmitteln enthalten sind, zum Beispiel in Obst, Tee und Gemüse.
Wichtige Flavanole im Kakao sind unter anderem:
- Epicatechin
- Catechin
- Procyanidine
Diese Stoffe kommen vor allem in unverarbeiteten Kakaobohnen vor. Bei der Verarbeitung zu Schokolade – etwa durch Fermentieren, Trocknen und Mahlen der Kakaobohnen – kann ein Teil davon verloren gehen.
Neben Flavanolen enthält Kakao auch andere Stoffe, zum Beispiel kleine Mengen Koffein. Diese Menge ist jedoch nicht mit dem Koffeingehalt einer Tasse Kaffee zu vergleichen.
Was sagt die Forschung?
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat festgestellt, dass eine tägliche Aufnahme von 200 mg Kakaoflavanolen dazu beiträgt, die Elastizität der Blutgefäße zu erhalten. Das unterstützt eine normale Durchblutung.
Studien zeigen, dass dieser Effekt mit der Wirkung der Flavanole auf die Blutgefäße zusammenhängt. Ein wichtiger Mechanismus ist, dass Flavanole die Bildung von Stickstoffmonoxid (NO) in der Gefäßwand fördern. Dieser Stoff hilft den Blutgefäßen, sich zu entspannen.
Wenn sich Blutgefäße besser entspannen können, kann das unter anderem zu Folgendem beitragen:
- einer besseren Durchblutung
- mehr Flexibilität der Gefäßwände
Dieser Prozess unterstützt die Funktion des Endothels. Das ist die dünne Zellschicht an der Innenseite der Blutgefäße. Das Endothel spielt eine wichtige Rolle dabei, die Erweiterung und Verengung der Gefäße zu regulieren – und damit auch den Blutfluss.
Kakaoflavanole scheinen vor allem über diesen Mechanismus zur Unterstützung einer gesunden Gefäßfunktion beizutragen.
Flavanole in Kakao und Schokolade
Kakaoflavanole kommen natürlicherweise in Kakaobohnen vor. Wenn Kakao zu verschiedenen Kakaoprodukten verarbeitet wird, kann sich der Gehalt an Flavanolen jedoch stark unterscheiden.
Für Verbraucher ist dieser Unterschied schwer zu erkennen. Auf einer Tafel Schokolade oder einem anderen Kakaoprodukt wird in der Regel nicht angegeben, wie viele Kakaoflavanole enthalten sind. Deshalb ist es schwierig zu wissen, wie viel man tatsächlich über die Ernährung aufnimmt.
Wenn Sie gezielt Kakaoflavanole nutzen möchten, ist es sinnvoll, ein Produkt zu wählen, bei dem der Flavanolgehalt genau bestimmt wurde. Die wissenschaftlichen Studien, auf denen die EFSA-Bewertung basiert, gehen von einer täglichen Aufnahme von etwa 200 mg Kakaoflavanolen aus.
Ein hochwertiger, standardisierter Kakaobohnenextrakt kann dabei helfen, diese Menge zuverlässig zu erreichen. So können Sie sicher sein, dass Sie eine gleichbleibende und wissenschaftlich untersuchte Menge an Kakaoflavanolen aufnehmen.
Quelle
Orthoknowledge – Kakaoflavanole: natürliche Unterstützung für das Herzkreislaufsystem und den Stoffwechsel. 19.02.2026.